Die Macht des Unsichtbaren: Wie Software Ihre Intralogistik optimiert

März 2024, großer Sendesaal des NDR in Hannover. Nur durch die Bewegungen seiner Hände dirigiert Stanislav Kochanovsky das Orchester der NDR-Radiophilharmonie. Ein komplexes Meisterwerk, voller Feinheiten und Geheimnisse. Während hinter den verschiedenen Instrumenten im Orchester schweigende Menschen sitzen, scheint ihr Zusammenspiel von einer unsichtbaren Macht gelenkt. Jeder von ihnen weiß, wann sie welche Töne spielen müssen. Dirigent Kochanovsky scheint Takt, Rhythmus und Klang in der Luft zu formen.  

Wer einem Orchester nicht nur lauscht, sondern ihm auch zusieht, kommt dem Zauber auf die Spur: Dort sitzen sorgfältig arrangierte Menschen, deren Blicke präzise zwischen Dirigent und vor ihnen aufgebauten Blättern pendeln.

Im Orchester geht es um Harmonie.

Und in diesen Blättern steckt auf fünf Linien das ganze Geheimnis: Schlüssel, ovale Punkte und Symbole, deren Platzierung und Verkettung vorschreibt, wann welcher Ton in welcher Länge von wem zu erzeugen ist. Verfasst in einer eigenen, standardisierten Sprache, die jeder Musiker auf der Welt fließend spricht: Die Musiknotation.

Dass sich Meisterdirigent Kochanovsky und sein Orchester im Livebetrieb darauf konzentrieren können, wie und nicht was gespielt wird, liegt also daran, dass die Musik einen Prozess bereits hinter sich hat, durch den sich die automatisierte Intralogistik gerade erst manövriert: Die Einigung auf einheitliche Kommunikationsstandards zwischen seinen Akteuren.

Standardisierte Sprache: Die Musiknotation.

Die universelle Schnittstelle „Musiknotation“ macht Orchester hochgradig effizient und interoperabel. Sie sorgt dafür, dass sich ihre einzelnen Mitglieder untereinander ergänzen, sehr kurzfristig ersetzen und sich auch ohne eine einzige Silbe ihrer Muttersprache verstehen können

„Worauf es beim Dirigieren wirklich ankommt? Auf den Dialog mit den Musikerinnen und Musikern. Als Dirigent muss ich es einem Orchester ermöglichen, seine eigene Stimme zu finden, unverkennbar zu werden“, sagt der designierte NDR Chefdirigent Kochanovsky.

Stanislav Kochanovsky: Ab 2024/25 neuer Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie.
Stanislav Kochanovsky: „Worauf es beim Dirigieren wirklich ankommt? Auf den Dialog mit den Musikerinnen und Musikern. Als Dirigent muss ich es einem Orchester ermöglichen, seine eigene Stimme zu finden, unverkennbar zu werden.“

In gewisser Weise stehen Betreiber mobiler Roboterflotten vor der gleichen Herausforderung. Auch sie müssen ihr Transportfahrzeugensemble nicht nur zusammenstellen, sondern Verständigung ermöglichen. Und zwar über jene „Sprachen“ hinaus, welche die Hersteller ihren Robotern in Form von Onboard-Software mitgeben.  

Aus Individualisten ein feingliedrig abgestimmtes, harmonisch miteinander interagierendes Orchester formen. Genau das kann und muss die Intralogistik von der Musik lernen.  

Schließen Sie sich 1.000+ Intralogistik-Insidern an, die Insights direkt per E-Mail erhalten.

Autor: