Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig befindet sich die Intralogistikbranche inmitten einer tiefgreifenden Transformation. Das ist ein Satz, den Intralogistik Entscheiderinnen und -entscheider nahezu täglich lesen.
Auf Beraterfolien, in Produktbroschürchen, plakatiert auf Messestände.
Wer es dann aber wirklich wissen will, wer die Zukunft der Intralogistik wirklich in ihrer Tiefe und Komplexität verstehen will, der muss sich in aller Regel mit allerlei Buzzwords und Binsen zufriedengeben.
Was ist wirklich wichtig? Was steckt wirklich hinter dem Wortgeklingel um KI, Big Data, Smart Factories, Cobots, Hardware, Software, Middleware und digitale Produktionsökosysteme? Was ist Unsinn, was ist Werttreiber?
Das sind die Fragen, mit denen unsere Kunden täglich auf uns zukommen.
Auf der Suche nach wirklichen Antworten haben wir 50 der führenden Köpfe unserer Branche befragt – und ihre Perspektiven, Empfehlungen und Einordnungen in unserem ersten 50 Insiders über die Zukunft der Intralogistik gebündelt.
Wie sieht die Zukunft der Intralogistik wirklich aus? Wir haben 50 der klügsten Köpfe der Branche gefragt.
Wir wissen: Der Weg in die digitalisierte Zukunft ist für jedes Unternehmen genauso individuell wie die Antworten auf jene Zukunftsfragen, die wir den Vordenkerinnen und Vordenker der Branche gestellt haben.
Der entstandene Report gleicht daher einem Reiseführer: Die Beiträge aus Wirtschaft, Industrie, Beratung, Gesellschaft und Wissenschaft beschäftigen sich mit verschiedenen Facetten der großen Themenkomplexe wie der Automatisierung von Produktionsprozessen oder der praktischen Nutzung transformativer Technologie. Jeder Beitrag fokussiert aber einen anderen Schwerpunkt, eröffnet eine eigene Reiseroute mit eigenen Empfehlungen und Schlussfolgerungen.
Denkfehler, Hindernisse, Blockaden: Zukunftsperspektiven im Klartext
Und das im Klartext: Die befragten „Insider“ sollten offen über Denkfehler, Innovationsblockaden und aktuelle Entwicklungen nachdenken.
- Dr.-Ing. Jana Jost (Abteilungsleiterin Robotik & Kognitive Systeme, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik) etwa mahnt: „Unternehmen müssen sich in Anbetracht der Herausforderung des Fachkräftemangels viel mehr mit der humanzentrierten und attraktiven Gestaltung der Arbeitswelt befassen. Hierzu gehören künftig soziale Roboter. Sie erkennen, wie aufmerksam der Mitarbeitende ist und adaptieren ihr Verhalten entsprechend den sozialen Regeln aus der Mensch-Mensch-Beziehung.“
- Industrielegende Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster (CEA Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), rückt industrielle KI in den Fokus: „Auf der Basis digitaler Zwillinge für alle Logistikkomponenten und -prozesse entsteht ein industrielles Metaverse für Produktionsanlagen. Es macht die realitätsnahe Simulation von geplanten Änderungen und Erweiterungen sowie eine virtuelle Inbetriebnahme in der Intralogistik möglich.“
- Lukasz M. Ziegler (Robotik-Evangelist & Gründer von we all are robots) stellt das Leasingmodell Robotik-as-a-Service vor. „Innovative RaaS-Dienstleister ermöglichen es Unternehmen, hochmoderne robotische Lösungen einzuführen, ohne die belastenden Anfangskosten tragen zu müssen. Diese visionäre Herangehensweise demokratisiert die Automatisierung und macht sie für Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen zugänglich.“
- Daniel Küpper (Global Co-Lead Manufacturing & Supply Chain, Boston Consulting Group) attestiert: „Die Investition in Automatisierung wird immer attraktiver, da der weltweite Fachkräftemangel die Lohnniveaus anhebt. Gleichzeitig wird die Mensch-Maschine-Kollaboration zunehmen und Möglichkeiten für zukunftsorientierte Arbeitsplätze schaffen.“
- Dr. Klaus Kluger (General Manager Central Eastern Europe, OMRON Electronics) erklärt, warum zukunftsfähige Intralogistik am besten mit Standardisierung gelingt: „Intralogistik umfasst Lieferlogistik, innerbetriebliche Bewegungen, Förderbänder, Gabelstapler, Hochregallager, SCARA-Roboter, Cobots und mehr: Viele Bereiche, in denen Unternehmen ansetzen können, um Abläufe zu verbessern, Mitarbeiter zu entlasten, Zeit zu sparen und effizienter zu werden. Mithilfe der standardisierten Kommunikationsschnittstelle VDA 5050 lässt sich das Potenzial mobiler Robotik besser ausschöpfen, da durch sie Fahrzeuge verschiedener Hersteller nahtloser in eine Flottensteuerung integriert und effizienter betrieben werden können. So lassen sich etwa Auftrags- und Verkehrsmanagement auf einer Bedienoberfläche zusammenführen.“
Alle weiteren, lesenswerten Perspektiven finden sie im kompletten Report. Diesen können Sie sich hier herunterladen.