Sieben auf einen Streich: Showcase von heterogenen AGV-Flotten durch die VDA 5050

Foto: IFOY/impact media projects GmbH

Beim VDMA AGV Mesh-Up 2022 koordiniert SYNAOS das Zusammenspiel von sieben fahrerlosen Transportfahrzeugen unterschiedlicher Hersteller in einem Intralogistikszenario durch den Einsatz der VDA 5050.

Autor: Dr. Philipp Schäfers

Automated Guided Vehicles (AGVs) und Autonomous Mobile Robots (AMR) sind wichtige Elemente der Digitalisierung der Intralogistik. Die fahrerlosen Systeme ermöglichen Material so schnell und individuell zu befördern, wie die Kundennachfrage es heutzutage erfordert. Darüber hinaus wird dem Fachkräftemangel entgegengewirkt. Das volle Potenzial der mobilen Robotik schöpfen Betriebe aber nur dann aus, wenn sie alle benötigten Fahrzeuge ganz gleich welcher Marke reibungslos in ihre Flottensteuerung integrieren und effizient betreiben können. Die standardisierte Kommunikationsschnittstelle VDA 5050 macht diesen Vorgang endlich einfach. Dank ihr lassen sich u. a. das Auftragsmanagement und das Verkehrsmanagement heterogener Flotten unter einer Bedienoberfläche vereinheitlichen. Software-Spezialist SYNAOS zeigt zusammen mit renommierten Herstellern mobiler Roboter beim AGV Mesh-Up 2022, welche Perspektiven dies der Intralogistik jetzt schon eröffnet und welche Möglichkeiten die nahe Zukunft bereithält.

Großer Auftritt für das Teamplay von mobilen Robotern

Bei dem Test-Event AGV Mesh-Up navigieren fahrerlose Systeme von Herstellern wie Safelog, Omron und ek robotics auf einer gemeinsamen Fläche und absolvieren im Verbund Transportaufgaben – möglichst effizient unter einem gemeinsamen Leitsystem. Der Event-Titel leitet sich von einem Mesh-WLAN ab, in dem verschiedene Funkkomponenten zwecks einer lückenlosen Kommunikation ein vermaschtes Drahtlos-Netzwerk bilden.

Bezogen auf die mobilen Roboter bedeutet dies: Hier finden Fahrzeuge mit sehr unterschiedlicher Navigationstechnik und ganz unterschiedlichen Transportfähigkeiten zusammen, um die Intralogistik eines Betriebs nach vorn zu bringen. Das klappt, weil sie mit der übergeordneten Leitsoftware sozusagen in einer einheitlichen Sprache sprechen können. Dabei handelt es sich um die Schnittstelle VDA 5050. Der Standard regelt, wie die beteiligten Komponenten Daten etwa zu Betriebszuständen der Fahrzeuge, Kartenkoordinationen und Aufträgen einheitlich austauschen.

Das AGV Mesh-Up richtet der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik zusammen mit den Veranstaltern des IFOY Awards zum zweiten Mal auf dem Test Camp Intralogistik der Messe Dortmund aus. SYNAOS übernimmt bei der diesjährigen Auflage die Schlüsselfunktion des Leitstands. Zusammen mit den engagierten Partnern setzten wir neue Maßstäbe bei der Flottenkommunikation via VDA 5050.

Die drei Highlights des AGV Mesh-Up 2022

Diversere Flotte denn je: In dem Live-Test koordinieren wir sieben Fahrzeuge, die jeweils sehr diverse Spezifikationen aufweisen. Die Flotte bildet einen Querschnitt des Marktes und umfasst Fahrzeuge ganz unterschiedlicher Größe und Konfiguration, einige mit planer Auflagefläche andere mit dem Fokus auf Kleinladungsträger und eins sogar mit Roboterarm. Das erhöht die Komplexität der Prozesssteuerung erheblich, da eine Vielzahl an Betriebszuständen und Verhaltensweisenzu berücksichtigen ist. Das Szenario ermöglicht Betrachtern einen realitätsnahen Eindruck davon, wie einfach und reibungslos Logistikbetriebe inzwischen unterschiedliche Fahrzeuge unter dem gleichen Leitsystem in ihren Betrieb integrieren können, um die ganz spezifischen Aufgaben, die am jeweiligen Standort anfallen, abzubilden.

Die volle „Action“ der Lagerpraxis: Neben dem Verkehrsmanagement demonstriert der Live-Test auch die Ausführung von Transportaufträgen mit einer herstellerübergreifende Roboter-Flotte. Dies erfordert, dass das Leitsystem über die VDA-5050-Datenschnittstelle sowohl Routeninformationen als auch Auftragsinformationen als passgenau umsetzbare „Action“ an das jeweilige Fahrzeug überträgt. Um dies zu veranschaulichen, befördern die mobilen Roboter gemäß ihrer Transportfähigkeiten Material zu simulierten Übergabepunkten, deren Aufbau den Gegebenheiten eines produktiven Szenarios sehr nahekommt. Dadurch vermittelt dieser besonders realitätsnahe Test eindrücklich, welche Möglichkeiten die Kombination interoperabler mobiler Roboter unter einem Leitsystem Unternehmen für Ihre Intralogistik bieten kann.

Software in der Cloud: Statt eines lokalen Leitstands koordiniert das hardware-unabhängige, cloud-basierte System von SYNAOS die Fahrzeugflotte während des AGV Mesh-Up. Mit der Intralogistics Management Plattform steuern wir einen wichtigen Baustein zum Szenario bei, der die Vorteile einer vernetzten Intralogistik erst komplettiert. Eine SaaS-Lösung ermöglicht im Vergleich zu einer On-Premise-Lösung eine besonders einfache Integration. So lässt sich die grundlegende Einrichtung ortsunabhängig vorab erledigen. Die eigentliche Integration des Fahrzeugs am jeweiligen Standort benötigt dann nur noch wenige Schritte, die mit geringem Zeitaufwand abgeschlossen sind. Mit dem Zielbild „Plug & Produce“ ist das Fahrzeug damit schnell und einfach startklar für den Praxiseinsatz.

Fazit: Ein Blick ins Heute und Morgen der vernetzten Intralogistik

Zusammen mit namhaften Herstellern aus dem Bereich der fahrerlosen Transportfahrzeuge demonstriert SYNAOS auf dem AGV Mesh-Up 2022 eindrucksvoll und praxisnah, wie Betriebe auf Basis der VDA 5050 ihre Intralogistik effizient digitalisieren können. Und zwar durch den Einsatz der standardisierten Kommunikationsschnittstelle und leistungsstarker Software.

Wenn Sie selbst einen Eindruck vom Heute und Morgen des interoperablen Flottenmanagements gewinnen möchten, freuen wir von SYNAOS uns auf Ihren Besuch beim AGV Mesh-Up 2022 vom 21. März bis zum 23. März auf dem Dortmunder Messegelände.

Über den Autor

Dr. Philipp Schäfers verantwortet als Chief of Staff den internen Strategieprozess, das Partnermanagement und das Business Development von SYNAOS. Der Maschinenbauingenieur und Master of Business Administration ist Spezialist für die Gestaltung, Planung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. Vor seiner Zeit bei SYNAOS war er bei verschiedenen Industrieunternehmen tätig und hat Beratungsprojekte durchgeführt.

Dr. Philipp Schäfers‍
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Chief of Staff
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